Programmreihe „Das Problem heißt Rassismus!“

Die Programmreihe „Das Problem heißt Rassismus!“ setzt sich mit Rassismus in seinen verschiedenen, auch mit anderen Macht- und Gewaltverhältnissen verwobenen, Formen auseinander und zeigt Möglichkeiten des aktiven Handelns, des Widerstands und Empowerments auf. Die Reihe wird vom Ringlokschuppen Ruhr und dem Bahnhof Langendreer veranstaltet. Das Literaturbüro Ruhr ist Kooperationspartner der Lesungen.

Auf den Spuren des Rassismus – Anti-Rassismus-Training

Workshop | Freitag, 23. Oktober 2020 | 10.00 Uhr -18.00 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr

In dem Workshop werden die Entstehung und die Wirkungsweisen von Rassismus erarbeitet. Die Teilnehmenden werden für Stereotype sensibilisiert und setzten sich mit Bildern und Sprache auseinander. Wichtig ist das Erkennen von strukturellem und persönlichem Rassismus, der Zusammenhang zwischen Rassismus und Kolonialismus und die Auseinandersetzung mit Privilegien. Mehr Infos hier.

Hasnain Kazim, Foto Peter Rigaud
Hasnain Kazim, Foto Peter Rigaud

Hasnain Kazim „Auf sie mit Gebrüll! … und mit guten Argumenten“

Lesung | Dienstag, 27. Oktober 2020 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr

Man muss sich wirklich nicht alles sagen lassen! Mit seinem neuen Buch macht Bestsellerautor Hasnain Kazim Lust darauf, sich mal wieder richtig zu fetzen. Viele begeisterte Leser von »Post von Karlheinz« wissen, wie unterhaltsam und gewinnbringend die heftigen Auseinandersetzungen sein können, die Kazim ständig führt, nun gibt er auf vielfachen Wunsch konkrete Tipps fürs richtige Streiten. Mehr Infos hier.

 

 

Alice Hasters, Foto: H. Henkensiefken www.pixxwerk.de
Alice Hasters, Foto: H. Henkensiefken www.pixxwerk.de

VERSCHOBEN: Alice Hasters „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen – aber wissen sollten“

Lesung | Montag, 2. November 2020 | 19 Uhr | Bahnhof Langendreer

„Darf ich mal deine Haare anfassen?“, „Kannst du Sonnenbrand bekommen?“, „Wo kommst du her?“ Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. Mehr Infos hier.

 

Stefanie-Lahya Aukongo, Foto: Mikael Owunna

OPUWO – ein Spoken Word Abend mit Stefanie Lahya Aukongo „Das Problem heißt Rassismus“

Lesung – Spoken Word | Donnerstag, 4. März 2021 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr

Stefanie-Lahya Aukongo ist eine Schwarze intersektional verwobene Künstlerin, Autorin, Poetin, Kuratorin, Multiplikatorin, Sängerin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Fotografin, deren gesellschaftliche Realitäten sich in all ihrer Kunst und Arbeit widerspiegeln. Seit 2014 kuratiert und moderiert Lahya die monatliche Spoken-Word-Veranstaltungsreihe „One World Poetry Night“ in Berlin. Ihre poetischen Texte sind in verschiedenen Publikationen und Zines zu finden. 2009 und 2018 erschienen ihre Bücher „Kalungas Kind“ und „Buchstabengefühle“.
Ihr aktuelles Programm heißt „Opuwo!“. In der Sprache ihres Volkes der Owambo heißt opuwo „es reicht“. Denn die Welt wie sie ist, war zu lange so und es ist an der Zeit alles zu hinterfragen, umzukrempeln und neu zu fühlen. Lahya versteht „Opuwo“ als Mahnung sowie Bitte, sie möchte durch ihre Poesie und Sprachkunst radikale Herzen berühren. Opuwo ist der Aufruf, ihre Bühnenpoesie nicht nur mit den Ohren zu spüren. Mehr Infos hier.

Charlotte Wiedemann „Der lange Abschied von der weißen Dominanz“

Charlotte Wiedemann, Foto: Anette Daugardt

Lesung | Donnerstag, 18. März 2021 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr

„Was bedeutet Deutsch-Sein, was Europäer-Sein in einer Zeit, da die Weltordnung immer weniger vom Westen und von einer weißen Minderheit bestimmt wird? Die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft und die weltweiten Veränderungen haben ein gemeinsames Gesicht: Europa muss einen Statusverlust verkraften. Das Ende weißer Dominanz bedeutet: Der Westen kann anderen seine Definitionen von Fortschritt, Entwicklung oder Feminismus nicht länger aufdrängen. Dem Leben in Pluralität muss ein Denken in Pluralität folgen. Dieses Buch ermuntert dazu, uns in der Welt neu zu
verorten. Ein sehr persönliches Plädoyer gegen Angst und Abschottung der weitgereisten Journalistin. Charlotte Wiedemann ist sich gewiss: Uns zu verändern, wird befreiend sein. Mehr Infos hier.

Mohamed Amjahid „Der weiße Fleck – Eine Anleitung zum antirassistischen Denken“

Lesung | Donnerstag, 25. März 2021 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr

Struktureller Rassismus, weiße Privilegien und Andersmachung von verletzbaren Minderheiten – die Debatte der vergangenen Monate hat gezeigt, wie stark diese Themen die Gesellschaft polarisieren. Und auch wenn das Bewusstsein für die Ungleichheit in unserem Land gewachsen ist: Rassistisches Denken ist nach wie vor tief in uns allen verankert – und doch unsichtbar für die weiße Mehrheitsgesellschaft. Diese blinden Flecken will Mohamed Amjahid in seinem Buch auflösen. Er beschreibt dabei nicht nur, wie das System weißer Privilegien wirkt, sondern zeigt auch ganz konkret, wie wir unseren Rassismus verlernen können, um dem Ziel einer friedlichen, gerechten und inklusiven Gesellschaft gemeinsam näher zu kommen.
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