11. November – Olivia Wenzel „1000 Serpentinen Angst“ – Performative Lesung mit Banafshe Hourmazdi, Minh Duc Pham, Malu Peeters und Olivia Wenzel

Donnerstag, 11. November 2021 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr Mülheim | Teilnahme kostenlos

Filmstill aus 1000 serpentinen angst (Trailer), Copyright | © Hai Anh Trieu, Olivia Wenzel, Philipp Rühr

„Ich habe mehr Privilegien, als je eine Person in meiner Familie hatte. Und trotzdem bin ich am Arsch. Ich werde von mehr Leuten gehasst, als meine Großmutter es sich vorstellen kann. Am Tag der Bundestagswahl versuche ich ihr mit dieser Behauptung 20 Minuten lang auszureden, eine rechte Partei zu wählen.“

Vielstimmig und mit Witz schreibt Olivia Wenzel über Verlust und Angststörungen, Herkunft und Rassismus, Flirts mit dem Kapitalismus oder immer wiederkehrende Begegnungen mit Snackautomaten. Seit dem Erscheinen ihres Debütromans 1000 Serpentinen Angst sind anderthalb Jahre vergangen – Zeit für eine Bilanz: Wie wurde der Roman von wem aufgenommen und warum? Was ereignete sich Absurdes in Instagram-Lesungen? Und welche Fragen wurden bisher nicht gestellt?

Die Performance verschränkt Feedbacks verschiedener Art: öffentliches, privates, klangliches. Lesungen, Videoarbeiten, Livemusik und Talks gehen assoziativ ineinander über. Die Frage „Wo bist du jetzt?“, mit der die Ich-Erzählerin des Romans ständig konfrontiert wird, ist Gravitationszentrum, produktives Abschweifen von dieser Frage das Motto.

Die Veranstaltung ist Teil der Programmreihe Das Problem heißt Rassismus!. Die Reihe wird vom Ringlokschuppen Ruhr und dem Bahnhof Langendreer veranstaltet. Das Literaturbüro Ruhr ist Kooperationspartner der Lesungen.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Reihe ist kostenlos. Wir bitten um Spenden für die Initiative 19. Februar: https://19feb-hanau.org/spende
Kooperationspartner:
Förderer der Reihe: