19. November – zwischen/miete nrw digital mit Jacqueline Thör

mit Jacqueline Thör und Tilman Strasser
19. November, 20 Uhr
per Stream über YouTube (Link zur Veranstaltung folgt)

 

Jacqueline Thör, Foto: privat
Jacqueline Thör, Foto: privat

Als der Hermaphrodit Igel erfährt, dass die Insassin einer Jugendstrafanstalt zu ihm ins Wohnheim ziehen soll, ist er entsetzt. Doch als Igel der Neuen zum ersten Mal begegnet, stellt er fest, dass diese ihm gar nicht so unähnlich ist: Ihre Haare sind so kurzgeschoren wie die seiner rechten Schädelseite, sie trägt einen weiten Kapuzenpulli sowie sackartige, herunterhängende Jeans und besteht darauf, dass man sie »Sascha« nennt statt Alexandra. Von Beginn an fühlt sich Igel zu der androgynen, geheimnisumwobenen Schönheit hingezogen. Dennoch beschließt er, Sascha auf Distanz zu halten. Immerhin hat er in seinem jungen Leben bereits auf vielfältige Weise zu spüren bekommen, dass den Menschen nicht zu trauen ist – einem Ex-Häftling dann bestimmt erst recht nicht. Aber, was fast noch wichtiger ist: Sascha darf auf keinen Fall erfahren, wie anders Igel tatsächlich ist …

Mit einer bildreichen, grenzüberschreitenden Sprache erzählt Jacqueline Thör in „Nenn mich einfach Igel“, was passieren muss, damit ein Ich bricht. “Eine intensive Geschichte über Identität, Freundschaft, Liebe und Verrat. Ein Debüt mit Stacheln.

Jacqueline Thör, geboren 1993 in Essen, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik und Journalistik. Ihren Master schloss sie 2016 mit Auszeichnung ab. Nenn mich einfach Igel ist ihr erster Roman; journalistische Texte veröffentlichte sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Zeit sowie auf Zeit Online.

zwischen/miete nrw ist ein neues Format in Nordrhein-Westfalen. Junge Autorinnen und Autoren lesen für einen Abend in einer studentischen Wohngemeinschaft und sprechen in zwangloser Atmosphäre über ihr Erzählen. Und wenn gerade eine Pandemie herrscht, besucht die zwischen/miete nrw digital Autor*innen zusammen mit dem Publikum per Stream.

 

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Ebenfalls gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.