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Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet
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Literaturbüro Ruhr e. V.
Jovyplatz 4
45964 Gladbeck
buero@literaturbuero-ruhr.de
Beim Literaturpreis Ruhr gibt es zwei verschiedene Jurys für die beiden Kategorien. Beide Jurys sind seit diesem Jahr mit sieben Personen besetzt.
Die Jurys versammeln Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen des Literaturbetriebs: dem Buchhandel, der Literaturkritik, der Literaturwissenschaft sowie Autor*innen und Preisträger*innen. Auch Mitglieder des Kulturausschusses des RVR sind vertreten. Um eine kontinuierliche Erneuerung zu gewährleisten, wechselt die Zusammensetzung der Jury regelmäßig; kein Mitglied bleibt länger als fünf Jahre im Amt.
Jede Jury entscheidet unabhängig. Um sicherzustellen, dass die in der Satzung festgelegten Rahmenbedingungen eingehalten werden und keine unzulässigen Auswahlkriterien zur Anwendung kommen, ist bei den Jurysitzungen immer ein Mitarbeiter des Literaturbüro Ruhr anwesend.
Der Literaturpreis Ruhr wird das nächste Mal am 15. September 2026 vom Regionalverband Ruhr (RVR) und vom Literaturbüro Ruhr verliehen.

Cathrin Brackmann
ist Journalistin, Moderatorin und leidenschaftliche Buchkritikerin. Seit gut zehn Jahren liest und empfiehlt sie Bücher für den WDR, moderiert Lesungen, trifft, interviewt und porträtiert Autoren. An der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid hat sie sich das professionelle Wissen für ihre besondere Herzensangelegenheit erarbeitet, die Literaturpädagogik für Kinder- und Jugendliteratur. Seitdem besucht sie regelmäßig Schulen und Kindergärten, um den Kindern, egal welchen Alters oder welcher Herkunft, spielerisch Literatur zu vermitteln. Cathrin Brackmann finden Sie immer mit einem Buch vor der Nase oder, z.B. beim Sport, auf dem Ohr.

Jürgen brôcan
wurde in Göttingen geboren, wo er Germanistik und Europäische Ethnologie studierte, aber seine Heimat ist seit fast drei Jahrzehnten das Ruhrgebiet. Er arbeitet freiberuflich als Autor, Übersetzer und Kritiker, fungiert außerdem als Herausgeber einer Buchreihe und Mitinitiator eines Dortmunder Lyrikfests. Er hat insgesamt rund fünfzig Bücher veröffentlicht, für die er zahlreiche Stipendien und mehrere Preise erhielt, u.a. den Literaturpreis Ruhr 2016. Wenn er sich nicht gerade von Orten im Ruhrgebiet inspirieren lässt, frönt er seinen Leidenschaften: der klassischen Musik und als Buchliebhaber natürlich der Literatur.

prof. dr. peter goßens
Studium der Komparatistik, Neuere Germanistik und Italianistik in Bonn und Pisa. 1998 Promotion über Paul Celans Ungaretti-Übersetzung; 2011 Habilitation mit einer Arbeit über Weltliteratur. Modelle transnationaler Literaturwahrnehmung im 19. Jahrhundert. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Akademischer Rat) in der Sektion Komparatistik der Ruhr-Universität Bochum. 2017 Ernennung zum Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Publikationen zu Paul Celan, Giuseppe Ungaretti, Ingeborg Bachmann, Samuel Beckett, Pier Paolo Pasolini, zur deutsch-jüdischen Literatur, zur Wissenschaftsgeschichte, zur Theorie und Geschichte der literarischen Übersetzung.

Martin Kaysh
lebt im Ruhrgebiet, freiwillig. Er arbeitete schon als Kind und später quer durch die WDR-Wellen als Satiriker und kümmerte sich im ARD-Magazin „Monitor“ um die Glosse. Seit 2008 schrieb er Kolumnen in einem Straßenmagazin, seit 2010 für das SPD-Vereinsblatt Vorwärts. Er bloggte bei den Ruhrbaronen und betreibt mit Correctiv-Chef David Schraven den Podcast „Wir und heute“. Seit 2001 moderiert er in Dortmund den Geierabend, eine jährliche Satireshow, deren Chefautor er auch ist. Er hat Literaturwissenschaften in Essen studiert, abschluss-, aber nicht sinnfrei.

Kathrin Olzog
Geboren in Emmerich am Rhein und Ausbildung zur Buchhändlerin in Wesel. Nach Zwischenstationen („fachfremd“ bei einer Softwarefirma und „fachgerecht“ im Buchhandel in Goch und Moers) folgte 2013 mit Gründung der Barbara Buchhandlung in der Moerser Altstadt die Erfüllung eines Herzenswunsches. Die Barbara Buchhandlung, so benannt zur Erinnerung an ihre verstorbene Mutter, wurde 2020 mit dem Sales Award und 2024 mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet.

jennifer schumacher
ist Journalistin und leitet das Kultur- und Freizeit-Ressort der WAZ. Schreibt seit ihrem 14. Lebensjahr für die Tageszeitung und liest noch länger alles, was ihr vor die Nase kommt. Aufgewachsen im westfälischen Ense, zog es sie 2009 sehr bewusst ins Ruhrgebiet nach Essen: Weil es hier so viel Kultur auf engem Raum gibt wie nirgends sonst auf der Welt. Seit ihre beiden Söhne auf der Welt sind, hat sie ihre Liebe für Kinderbücher wiederentdeckt und freut sich jedes Mal, wenn sie in Jörg Hilberts Büchern Essen und das Revier wiedererkennt.

feridun zaimoglu
lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Medizin in Kiel, wo er seitdem als Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker arbeitet. Liebt das Ruhrgebiet, sein Roman „Ruß“ spielt hier. Für sein Schreiben wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Walter-Kempowski-Preis 2025. Zuletzt erschien von ihm der Roman „Sohn ohne Vater“.

Julienne de muirier
ist Autorin für Prosa und Dramatik. Sie schrieb u. a. für Produktionen am Theater Oberhausen, Residenztheater München und dem Hessischen Landestheater Marburg. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Entfremdung, dem Leben in der Diaspora und dem Ich. Ihre Prosa wurde in Zeitschriften wie BELLA triste, Das NARR und defrag Zine veröffentlicht. 2022 war sie Teil des Kurator*innenteams für den Band „Neue Töchter Afrikas“ und stand auf der Shortlist des Wortmeldungen-Förderpreises. 2023 schrieb sie für die Produktion „blues in schwarz weiß“ am Residenztheater München und erhielt für ihre Kurzgeschichte „Nachtfahrt“ den Förderpreis des Literaturpreis Ruhr.

Lothar Gräfingholt
lebt in Bochum, wo er 1953 geboren wurde. Verheiratet, ein Sohn. Jura und Publizistik-Studium an der Ruhr-Universität, danach langjährige Tätigkeit im RWE-Konzern als Rechtsanwalt und Geschäftsführer. 1999 bis 2020 CDU-Mitglied im Rat der Stadt Bochum, u. a. im Kulturausschuss und als Fraktionsvorsitzender, 2005 und 2009 CDU-Oberbürgermeisterkandidat, 2005 bis heute Mitglied im Ruhrparlament, u. a. Kulturpolitischer Sprecher; Mitglied im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des RVR. Schreibt Romane („Die Colliers der Kanzlerin“) und Beiträge in Ruhrgebietsbüchern (u. a. „Ruhr 2100 – Lust auf Zukunft“ in „Ruhrgebiet – Über uns“).

melih keser
Melih Keser ist Kommunalpolitiker und engagiert sich für soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ruhrgebiet. Als Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen setzt er sich insbesondere für Bildungschancen, Integration und eine lebenswerte urbane Infrastruktur ein. Er ist leidenschaftlicher Leser, der Literatur als wichtigen Zugang zu gesellschaftlichem Dialog und Perspektivenvielfalt versteht. Er gehört dem RVR-Ausschuss für Kultur, Sport, Bildung und Wissenschaft an, von dem er in die Jury entsandt wurde.

lea messerschmidt
hat einen Journalismus-Bachelor in Gelsenkirchen gemacht und studiert im Moment Philosophie und Literatur an der Universität Hamburg. Seit ein paar Jahren organisiert sie für die Jugendredaktion von CORRECTIV den Salon5-Jugendbuchpreis, der junge Perspektiven in der Literatur feiert und diesen eine Bühne gibt. Zudem war sie journalistisch unter anderem für die WAZ und das studentische Magazin „fudder“ der Badischen Zeitung tätig.

karsten strack
studierte Germanistik und Medienwissenschaften an der Universität Paderborn. Heute arbeitet er als Geschäftsführer des Lektora-Verlags und als Künstlerischer Leiter des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Detmold. Nebenbei ist er als Dozent für die Bereiche Literatur-, Verlagspraxis und Kulturmanagement an verschiedenen Universitäten tätig. Im Jahr 2012 wurde Karsten Strack die Kulturnadel der Stadt Paderborn verliehen.

Tilman Strasser
geboren in München, ist Autor und Kulturkonzepter. Er studierte kreatives Schreiben in Hildesheim und arbeitete für Fernsehproduktionen, Zeitungen und literarische Institutionen. Seit 2011 lebt er in Köln und initiierte u. a. die WG-Lesungsreihe „zwischen/miete nrw“, das interdisziplinäre Lyrikfestival „Satelliten“, die Workshops der „Kölner Schmiede“. Er veröffentlichte den Roman „Hasenmeister“, das Theaterstück „Der Unbeugsame“, das Hörspiel „Der V-Komplex“. Für seine Arbeiten erhielt er Auszeichnungen wie den Hamburger Gast oder das Dieter-Wellershoff-Stipendium.

Dr. karin yeşilada
ist Interkulturelle Germanistin und seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum (Sprachdidaktik). Zuvor langjährig als Literaturwissenschaftlerin an den Universitäten Bochum (seit 2015) und Paderborn tätig. Forschungsschwerpunkte: Mehrsprachigkeitsdidaktik, Interkulturelle Germanistik, türkisch-deutsche Literatur und Film, Islam- und Gedächtnisdiskurse in der Einwanderungsgesellschaft. Sie ist außerdem Literatur- und Theaterkritikerin für Print- und Online-Medien sowie Moderatorin für Kulturveranstaltungen.