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09.10.
Lesung und Gespräch

FERNGESPRÄCH mit Miriam Böttger und Charlotte Brandi

Rohrmeisterei Schwerte | 20:00 Uhr

Ruhrstraße 20, 58239 Schwerte    → Karte



Ein Ferngespräch über Familien und ihre Beklopptheiten. Mit Musik von Charlotte Brandi!

Zwei Debüts voller schwarzem Humor, zwei Familien-, bzw. Coming-of-Age-Romane aus der Sicht der Tochter. Bei Charlotte Brandi und in „Fischtage“ ist es eine junge Frau, die der durchgeknallten Künstlerfamilie zu entkommen versucht und sich auf die Reise begibt, in Miriam Böttgers Roman „Aus dem Haus“ blickt die Tochter zurück auf die neurotische Familie von Schwarzsehern, die ebenfalls alle aus dem Haus wollen – wenn auch aus ganz anderen Gründen.

„Fischtage“: Die sechzehnjährige Ella lebt in Dortmund und hat beschlossen, keine Freundschaften mehr zu führen. Zu groß ist die Angst, dass sie andere Menschen durch ihre Wutanfälle vergrault. Die Ehe ihrer Eltern ist am Boden, und auch zu ihren zwei Geschwistern findet Ella keinen Zugang. Ihr einziger Vertrauter war stets der alte Eckard, der nun jedoch in die Demenz abgleitet und Ella bittet, sich um seinen singenden Plastikfisch zu kümmern. Als ihr jüngerer Bruder Luis verschwindet, macht sich Ella mit dem Fisch auf die Suche und begibt sich in große Gefahr – ausgestattet mit einer Aldi-Tüte, zu viel Mut und zu wenig Angst.

Charlotte Brandi wurde 1985 in Herdecke geboren und wuchs in Dortmund auf. Ihre Eltern sind der Schauspieler und Musiker Peter Freiberg und die Musikerin Klara Brandi. Charlotte Brandi arbeitete zunächst vor allem als Theatermusikerin und wurde der breiten Öffentlichkeit als Teil des Duos Me & my Drummer bekannt, das sich 2018 auflöste. Seitdem macht sie mit ihren Soloplatten Furore und ist Teil der Supergroup Die Benjamins, zu der neben Annette Benjamin auch Drangsal gehört. 

„Aus dem Haus“: Die pessimistische Familie der Ich-Erzählerin ist überzeugt, dass all ihr Unglück vom Haus kommt, in dem sie lebt. Als die Eltern beschließen, das Haus endlich aufzugeben und in eine kleinere Wohnung zu ziehen, müsste dies eigentlich eine Erleichterung sein. Doch kaum verkauft, erscheint der Unglücksmagnet in völlig neuem Licht. Während der Tag des Umzugs näher rückt, werden die Lageberichte des Vaters, die die Tochter täglich telefonisch einholt, immer bizarrer. Und sie begreift, dass es hier um etwas ganz anderes geht als um einen Umzug.

Miriam Böttger ist Journalistin beim ZDF und begeisterte Leserin von David Foster Wallace und Thomas Bernhard. Sie schreibt, seit sie denken kann, hatte aber nie Zeit (Familie), ihren Roman bei einem Verlag unterzubringen. Das hat sich vor ein paar Monaten geändert. Miriam Böttger lebt in Berlin.

Moderation: Thomas Koch

In Kooperation mit: literaturgebiet.ruhr und Rohrmeisterei Schwerte
Gefördert durch: Kunststiftung NRW


15.11.
Workshop

Mit Haltung und Stimme

Stadtteilraum des Grend | 10:00 - 17:00 Uhr
15.11.
Wochenendworkshop

Letzte Sätze – Schreibworkshop mit Gisa Klönne

Literaturbüro Ruhr im kreativAmt, Gladbeck | 15.11. 11:00 Uhr - 16.11. 16:00 Uhr
20.11.
Ferngespräch

Gladbeck: Feridun Zaimoglu und Ines Habich-Milović

Stadtbücherei Gladbeck | 19:30 Uhr