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Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet
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Literaturbüro Ruhr e. V.
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Auftaktveranstaltung der neuen Lesungsreihe mit Autor*innen aus der Region im Funke-Medienhaus in Essen
Jeweils zwei Autorinnen oder Autoren stellen ihre Bücher vor und eröffnen verschiedene Perspektiven auf ein gemeinsames Thema.
Den Anfang machen Andrea Behnke und Sarah Meyer-Dietrich, die ihre neuen Bücher vorstellen: In „Wie es hätte sein können“ und „Tamara, bei Licht betrachtet“ erzählen die mehrfach ausgezeichneten Autorinnen Geschichten einer Spurensuche. Ein brandaktuelles Thema: Nicht erst seit Veröffentlichung der NSDAP-Akten in diesem Jahr treibt die Frage nach den eigenen Wurzeln tausende Menschen um. In ihren Büchern erzählen Behnke und Meyer-Dietrich Geschichten vom Ankommen und Bleiben, von Zugehörigkeit und Traditionen, vor allem aber von Brüchen in Biografien, die Ballast und Chance zugleich sein können.
Die Reihe SEITENWECHSEL ist eine Einladung zum Zuhören und Mitdiskutieren. Beide Autorinnen lesen ausgewählte Passagen aus ihren Romanen und stellen sich im Anschluss den Fragen des Publikums. Moderiert von Klartext-Verlagsleiterin Kathrin Butt und WAZ-Kulturleiterin Jennifer Schumacher, geht es an diesem Abend um die Suche nach Wahrheit und der Frage, wie vergangene Generationen das Heute ihrer Familien prägen.
Über „Wie es hätte sein können“ von Andrea Behnke:
Die Journalistin Mona hat einen Auftrag fürs „Magazin“ übernommen: Sie will die Flucht ihrer Großmutter aus Schlesien rekonstruieren, ohne mit ihr noch sprechen zu können. Mona recherchiert fremde Frauenleben, fremde Fluchtgeschichten, sieht Fotos, auf denen ihre Oma sein könnte, es aber nicht ist. Nach und nach entsteht vor ihrem Auge ein Bild, wie es hätte gewesen sein können … bis eine unerwartete Entdeckung ihr gesamtes Recherchekonstrukt zusammenbrechen lässt. Ein berührender und spannender Roman über Vergangenheit und Gegenwart, über Fremde und Heimat – und über die Suche nach der Wahrheit und dem eigenen Ich.
Über „Tamara, bei Licht betrachtet“ von Sarah Meyer-Dietrich:
Marie hat sich mit ihrem Mann und ihrer Tochter ein Stück Heimat erschaffen. Der selbst gewählte Tod Tamaras bringt jedoch alles ins Wanken. Schon früh war Maries Mutter vor allem abwesend. Die Künstlerin zog es nach Berlin, wo sie schließlich blieb – weit weg von der Familie im Ruhrgebiet. Nun ist es für Marie an der Zeit, den Entscheidungen ihrer Mutter auf den Grund zu gehen, um in ihrer eigenen Mutterrolle anzukommen. Sie reist von der Lausitz nach Berlin und Gelsenkirchen und stellt fest, dass sie mehr mit Tamara gemein hat, als ihr lieb ist. Ein aufwühlender Roman über eine Frau, die sich aufmacht, um zu verstehen und ihrem eigenen Dasein als Mutter die entscheidende Wende zu geben.
In Kooperation mit: WAZ Kulturredaktion, Klartext-Verlag