Die Jurymitglieder 2020

Beim Literaturpreis Ruhr gibt es ab diesem Jahr zwei verschiedene Jurys für die beiden Kategorien. Die Jury für den Hauptpreis ist mit fünf, die für den Förderpreis mit sieben Personen hochkarätig besetzt. Benannt wurden in diesem Jahr Fachleute aus Literaturkritik und Literaturwissenschaft, Vertreter und Vertreterinnen aus der Literaturszene an der Ruhr und dem Netzwerk literaturgebiet.ruhr, aber auch von außerhalb der Region. Ein bzw. zwei Juryplätze werden von Mitgliedern des RVR-Kultur- und Sportausschusses eingenommen.

Die Jurorinnen und Jurorinnen für den Förderpreis

 

© Anna-Lisa Konrad

 

 

Sandra Da Vina  

lebt und arbeitet in Essen. An der Universität Duisburg-Essen studierte sie Literaturwissenschaften und Medienpraxis. Seit 2012 ist sie auf den deutschsprachigen Poetry-Slam- und Kabarett-Bühnen unterwegs. 2014 gewann Da Vina die NRW Landesmeisterschaften im Poetry Slam. Sie veröffentlichte mehrere Erzählbände, darunter zuletzt „Vom Kuchen und Finden“ (2018). Derzeit ist sie mit ihrem Soloprogramm „Da Vina takes it all“ auf Tour. 

 

 

© Yavuz Arslan

 

 

Sebastian Pewny 

ist Geowissenschaftler beim Deutschen Bergbau-Museum in Bochum und mit 28 Jahren jüngstes Mitglied des Regionalparlamentes beim RVR. Der Kommunalpolitiker sitzt außerdem für die Grünen im Stadtrat der Stadt Bochum. Sein Arbeitszimmer füllen weit über 400 Bücher. Eine persönliche Vorliebe hat er für marinehistorische Romane zur napoleanischen Zeit. Besonders spannend findet er die Werke von Patrick O’Brian. Auch Romane von Douglas Adams und Cecil Scott Forester zählen zu seinen Favoriten.

 

 

© CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen

Christiane Moos 

ist CDU-Ratsmitglied und kulturpolitische Sprecherin in Essen sowie Mitglied der CDU-Fraktion im RVR und im RVR-Kulturausschuss. Nach drei Jahren Jurytätigkeit für den Literaturpreis Ruhr wurde sie nun von ihrer Fraktion in die Jury des Förderpreises entsandt. Seit ihrer Kindheit ist sie begeisterte Leserin und liest bevorzugt Biographien, historische Romane und Krimis. Von Beruf ist sie Bilanzbuchhalterin und Inhaberin eines Büros für kaufmännische Dienstleistungen in Essen. 

 

© Birgit-Cathrin Duval

Dr. Bozena Anna Badura 

ist freie Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin sowie Lehrbeauftragte an der Universität Duisburg-Essen. 2009 und 2010 war sie tätig als Teaching Assistant an der University of Virginia. Im Gemeinschaftsprojekt www.dasdebuet.de bietet sie seit 2014 neuerscheinenden deutschsprachigen Debütromanen eine Bühne und richtet den Bloggerpreis für Literatur „Das Debüt des Jahres“ aus. Außerdem ist sie Mitglied in verschiedenen Gremien und Jurys und konzipiert und moderiert Kulturveranstaltungen. Sie veröffentlichte u.a. „Normalisierter Wahnsinn? Aspekte des Wahnsinns im Roman des frühen 19. Jahrhunderts“ (Psychosozial-Verlag, Gießen 2015).

© Anna-Lisa Konrad

 

Dr. Hannes Krauss

lebt in Essen und ist auch nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Moderator, Literaturkritiker und Universitäts-Dozent für deutsche Literatur noch ein notorischer Leser. Die Erkenntnis Wilhelm Raabes („Erst durch das Lesen lernt man, wie viel man ungelesen lassen kann“) kann er allerdings bestätigen. 

 

 

© Solvej Nickel

 

 

 

                                                    Dr. Artur Nickel 

lebt als Autor von Lyrik und Prosatexten, Literaturvermittler und Lehrer in Bochum sowie Essen. Er gibt seit 2005 jedes Jahr die Essener Jugendanthologien heraus. Sein Metier ist Schreiben und Lesen, denn es führt im Denken und Sprechen zu fantasievoller Klarheit. Gerade Jugendliche gehen, seiner Meinung nach, da oft besondere Wege. Mitglied ist er u. a. im Verband der Schriftsteller VS. Zuletzt erschien sein deutsch-russischer Gedichtband mit dem Titel „im spiegelschnitt /на зеркальном срезе“ (übersetzt von Nadeshda Serebryakova, Geest: Vechta 2019).

© privat

 

 

 

 

Regina Völz 

ist gebürtige Berlinerin und lebt seit 1991 aus Überzeugung im Ruhrgebiet. 

Sie studierte Germanistik, Geschichte, Soziologie und Politik in München und Göttingen. Schreiben ist schön hat sie schon mit 12 Jahren an die Wand über ihrem Bett geschrieben. Nicht als Buchautorin, sondern als Journalistin ist sie ihrer Liebe treu geblieben: Zunächst bei einer Tageszeitung in Niedersachsen und schließlich seit 1991 beim WDR fürs Radio – im Ruhrgebiet und über das Ruhrgebiet. 

 

 

 

Die Jurorinnen und Jurorinnen für den Hauptpreis

 

© Simone Hawlisch

Karla Paul  

ist selbsternannte Literaturlobbyistin und on- wie offline für die Bücher unterwegs. Mit ihren digitalen Kanälen, ihrer Literaturshow „Die Seitenspringer“ sowie dem Podcast „Long Story Short“ erreicht sie wöchentlich über 100.000 Leser*innen. Sie moderiert Lesungen, pitcht beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels vor Buchhändler*Innen die Neuerscheinungen des Jahres, schreibt und spricht für diverse Medien wie die ARD, T-Online, Emotion slow, moka und vieles mehr. Die digitale Nomadin mit Hauptwohnsitz Hamburg ist literarisch international, denn ihre Heimat findet sie tagtäglich zwischen den Seiten.

© Jelina Berzkalns

 

Dina Netz

Wenn man Dina Netz als Schulkind nach ihrem Berufswunsch fragte, sagte sie: „Bücher lesen“. Dafür wurde sie meistens ausgelacht. Heute rezensiert sie Bücher unter anderem für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, SWR 2, WDR 3 und WDR 5. Für den „Büchermarkt“ und die „Bücher für junge Leser“ im Deutschlandfunk arbeitet sie als freie Redakteurin und Moderatorin. Spezialgebiet: französische, afrikanische, arabische Literatur. Dina Netz lebt in Köln, hat aber ihre (auch literaturkritischen) Wurzeln im Ruhrgebiet, zu denen sie gern zurückkehrt. 

© Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

 

Jens Dirksen 

Studium der Germanistik, Politologie, Publizistik und Anglistik in Münster. Hochschulassistent, Mitarbeiter der Schiller-Nationalausgabe. 1997-2009 Literaturredakteur der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung; seit 2009 Kulturchef der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Publikationen zu Hebbel, Kafka, Kleist, Otto Ludwig und Wedekind; Mitarbeiter der Zeitschrift „text + kritik“ und des Kritischen Lexikons der deutschen Gegenwartsliteratur (KLfG).

 

© Walter Schernstein

 

Margarete Maria Wietelmann 

ist 1. Bürgermeisterin von Mülheim an der Ruhr, kulturpolitische Sprecherin sowohl im Rat der Stadt Mülheim als auch im Landschaftsverband Rheinland (LVR). Beim Regionalverband Ruhr (RVR) sitzt sie als stellvertretendes Mitglied im Kultur– und Sportausschuss. Die Diplom-Verwaltungswirtin arbeitete zunächst in ihrer Geburtsstadt Essen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung und schrieb u.a. Reden für die jeweiligen Oberbürgermeister und Bürgermeister von Essen. 

© privat

 

 

Professor Dr. Alexandra Pontzen 

Studium der Germanistik, Romanistik und Erziehungswissenschaft in Bonn und Toulouse (F);  Professorin für Germanistik/Neuere deutsche Literaturwissenschaft: Literatur des 18.-21. Jahrhunderts (Schwerpunkt Gegenwartsliteratur) und Medienkulturwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen; Leiterin der Redaktion Gegenwartskulturen des Internet Rezensionsportals literaturkritik.de; Mitglied der Jury zur Vergabe des Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik.

 

 

 

 

Zukünftig wird in jedem Jahr mindestens eine Stelle in den Jurys neu besetzt, jedes Mitglied verweilt höchstens fünf Jahre in einer Jury.

Der Literaturpreis Ruhr wird am 5. Juni 2020 von Regionalverband Ruhr (RVR) und Literaturbüro Ruhr zum nächsten Mal verliehen. Die Bewerbungsfrist für die Auszeichnung mit dem Hauptpreis läuft noch bis 29. Februar, die Frist für die Förderpreise bis 31. Januar 2020.