Anlaufstelle der Szene im Literaturgebiet

Als Einrichtung der Autoren-, Lese- und Literaturförderung wurde das Literaturbüro Ruhr 1986 gegründet. Wie auch die anderen nordrhein-westfälischen Literaturbüros in Düsseldorf, Unna, Detmold und Bonn arbeitet es grundsätzlich landesweit, wobei der Schwerpunkt auf der Region liegt, in seinem Fall also auf dem Ruhrgebiet.

Nach Herbert Somplatzki und Gerd Herholz hat im Juni 2018 die Journalistin Antje Deistler die Leitung des Literaturbüros übernommen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen Katharina Majer und Ronja Kokott und der gesamten Literaturszene an der Ruhr will sie neue Impulse setzen und die Zusammenarbeit mit allen literarischen Akteuren stärken, durch landesweite Kooperationen und eine gut koordinierte, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Inhaltlich widmet das Büro der Leseförderung und der Förderung der Kinder- und Jugendliteratur größere Aufmerksamkeit.

 

 

 

Gemeinsame Dachmarke der Szene im Revier: literaturgebiet.ruhr

Das Literaturbüro Ruhr hat seine Rolle, seine Aufgaben und Schwerpunkte angesichts der veränderten Bedingungen und neuen Strukturen der Literaturlandschaft in Nordrhein-Westfalen neu definiert. Seit der Gründung in den 80er Jahren ist die Literaturszene auch im Ruhrgebiet gewachsen. Zahlreiche kleine und große Organisationen arbeiten inzwischen auf lokaler und regionaler Ebene. Wie viel das Ruhrgebiet im Bereich der Literatur zu bieten hat, zeigt seit Frühjahr 2018 das Netzwerk literaturgebiet.ruhr, für das das Literaturbüro Ruhr seit September 2019 als Trägerorganisation fungiert.

Unter dieser Dachmarke versammelt sich die literarische Szene im Revier. Das literaturgebiet.ruhr will mehr sein als eine gemeinsame Werbefläche für Organisationen und ihre Veranstaltungen, es ist ein auch inhaltlich und konzeptionell zusammenarbeitendes Netzwerk. Die zentrale Rolle in Sachen Management und Koordination fällt dabei dem Literaturbüro Ruhr zu. Es wird sozusagen die „Spinne im Netzwerk“ sein, die alle Fäden zusammenhält und neue Bande knüpft.

Neuaufstellung des Literaturbüros Ruhr als „Spinne im Netzwerk“

In diesem Zusammenhang ändert sich auch die Rolle des Literaturbüros als Veranstalter. Es hat bisher sozusagen die Arbeit eines Literaturhauses für eine gesamte Region getan, es hat literarische Herbstreihen zu verschiedenen Themen und Einzelveranstaltungen im Frühjahr durchgeführt, und das in den verschiedenen Städten an Rhein, Ruhr und Emscher. Zum Teil in Kooperation mit anderen Veranstaltern, zum Teil trat es mit seinen Lesungen aber auch in Konkurrenz zu der gewachsenen Anzahl an lokalen Institutionen. Doch das Literaturbüro Ruhr muss längst nicht mehr allein den Motor dafür spielen, dass es im Revier Literaturveranstaltungen gibt. Es wird zwar weiterhin ein Veranstalter im Bereich der Literatur sein, aber dies vor allem als Träger des oben beschriebenen Netzwerks.

Was bleibt

Zu den Kontinuitäten gehört, dass das Literaturbüro Ruhr nach wie vor den Weiterbildungskalender für Autorinnen, Autoren und Literaturvermittler herausgibt, in dem die NRW-Literaturbüros alljährlich ihre Seminare und Workshops veröffentlichen. Zudem führt das Büro die Organisation des Literaturpreises Ruhr fort, der von ihm bereits seit 1986 gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) ausgeschrieben und vergeben wird.

 

 

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